Alfred Tomatis wurde 1920 in Nizza geboren, er war Hals-Nasen-Ohren-Arzt mit ausserordentlichem Forscherdrang. Aus der Verbundenheit mit seinem Vater, einem bekannten Opernsänger, spezialisierte sich Tomatis auf die Behandlung von Sängern und betreute lange Zeit die Sänger an der Pariser Oper.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erforschte er den Zusammenhang zwischen Hören und Psyche im Auftrag der französischen Rentenversicherung. Dabei entdeckte er die Wechselwirkungen zwischen Gehör und Stimme (Tomatis-Gesetze 1957) sowie den Einfluss des Gehörs auf alle Entwicklungs- und Sinnesbereiche des Menschen und damit auf seine physische und psychische Gesundheit.
Damals war er seiner Zeit weit voraus, man glaubte noch nicht an die Möglichkeit des vorgeburtlichen Hörens, was heute wissenschaftlich erwiesen ist.
Er entwickelte das „Elektronische Ohr“, einen Filterapparat, mit dem das Wahrnehmungstraining nach seiner Methode durchgeführt wird. Prof. Dr. Tomatis starb 2002.
Nach seiner Methode arbeiten heute etwa 250 Zentren auf der ganzen Welt.